Abwehrmuster bei Pferden erkennen

Wie aus Abwehr Neugier wird

Mein Pferd tritt und beißt

Pferde kommunizieren fast ausschließlich nonverbal. Das ist allgemein bekannt und erstaunt niemanden. Wie sieht es aber aus, wenn uns das Pferd tatsächlich etwas sagen will? Zum Beispiel: Ich will das nicht, oder ich habe Angst? Hier verfällt der Pferdebesitzer nicht ausschließlich, aber grundsätzlich in romantische Vorstellungen. Jede Regung des Pferdes wird geradezu romantisiert und stark vermenschlicht.

Was du sagst und ich verstehe!

Dreht das Pferd beispielsweise den Kopf zur Seite, wenn es gesattelt wird und beschnuppert den Sattel, so wird das mit Neugier abgetan. Wird es noch heftiger und das Pferd beginnt zu beißen, so ist das Pferd fröhlich frech und verspielt. Das ist nur das Beispiel des Sattelns und lässt sich an jeder Situation feststellen. Fällt ihnen bei dieser Betrachtungsweise etwas auf? Eine Sache ist sehr auffällig!

Was will ich und was will das Pferd?

Es wird nicht im Ansatz einmal in Erwägung gezogen, dass das Pferd nicht das will, was der Pferdebesitzer gerade will. Macht uns das Springen spaß, so hat das Pferd automatisch auch Spaß am Springen. Wir haben den schwarzen Jaguar ausgesucht und gekauft. Marke, Modell und Farbe bestimmte die Frau. Wissen sie was ich meine? Nicht wir haben den Jaguar gekauft sondern meine Frau. Diese, vielleicht unbewusste, aber sehr unreflektierte Haltung, meinem Pferd macht Spaß, was mir Spaß macht, ist sehr kritisch zu betrachten und führt immer am Ziel vorbei, denn so lässt sich erklären, weshalb kleine Unarten in starkem Abwehrverhalten wie Beißen oder Treten enden. Es sei ergänzend erwähnt, dass es nichts gibt, dass plötzlich da ist.

Aufbauende Prozesse

Alles unterliegt einem Prozess. Da das Pferd seinen Gefühlszustand nur auf nonverbaler Ebene mitteilen kann, bleibt dem Pferd nur seine Position, das Weglaufen, Treten oder Beißen. Man könnte dennoch davon ausgehen, wenn uns das Pferd beißt, sobald es etwas nicht will oder Schmerzen hat, das Pferd übertreibe etwas. Diesen Gedanken könnte man annehmen.

Ein Pferd bleibt ein Pferd

Betrachtet man das Pferd als Beutetier, so wird schnell klar, dass ein Beutetier nicht angreift. Es gibt beim Pferd zwar auch den Krampfreflex, aber das Pferd flieht zuerst. Das hat zur Konsequenz, dass das Treten oder Beißen, was als Angriff gewertet werden muss, für das Pferd unnatürlich ist. Wenn es für das Pferd unnatürlich ist, so gab es einen Prozess, der das Pferd dazu zwingt, dieses Verhalten zu entwickeln. Zusammenfassend lässt sich sagen, Treten und Beißen eines Pferdes sind immer Schutzmaßnahmen des Pferdes und keine Unarten! Unarten lösen sich entweder von selbst auf durch das autodynamische Reflexionsprinzip und Abwehrmuster werden mit der reduktiven Konvergenz, aufbauend auf dem autodynamischen Reflexionsprinzip, abgebaut. Mehr Infos dazu und zu anderen Thermen in anderen Fachartikeln auf dieser Seite und im Onlinekurs „5 Schritte zur maximalen Potenzialentfaltung“.

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