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Ihr Pferd entwickelt kein Tempo im Ring oder an der Longe?

Sie kennen das bestimmt, Ihr Pferd will einfach nicht vorwärts gehen und lässt sich von Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes von Ihnen vorwärts schieben. Am Ende des Trainings sind Sie geschaffter als Ihr Pferd. Neben der Untersuchung durch einen geeigneten Physiotherapeuten oder Osteopathen, kann Ihnen die folgende Strategie helfen, Ihr Pferd dazu bringen deutlich besser Kraft zu entwickeln.

  1. Achte Sie ab sofort auf die Phasen der Verstärkung. Wichtig bei der Kommunikation ist, dass sie von Ihrem Pferd verstanden werden. Häufig kommt es völlig ungewollt vor, dass wir Menschen dazu neigen, für ein und dieselbe Sache, unterschiedliche Worte zu benutzen. Heute sagen wir zu unserem Pferd auf geht’s, damit es losläuft und morgen sagen wir vielleicht so etwas wie: komm jetzt los. Sie verstehen, worauf ich hinauswill. Für uns ist logisch was wir sagen wollen, für unser Pferd aber nicht. Wir wissen deshalb, was gemeint ist, weil wir einerseits die Idee ja im Kopf haben und andererseits, weil wir die Sprache beherrschen. Unser Pferd kann beides nicht. Er weiß weder von unserer Idee im Kopf und andererseits kann er unsere Sprache nur sehr begrenzt. Bei den Phasen der Verstärkung geht es darum für ein und die selbe Sache immer den gleichen verbalen Reiz zu nutzen, es speilt dabei keine Rolle, welches Wort wir nehmen, es muss nur immer das gleiche sein. Wenn also einmal schnalzen loslaufen bedeutet, dann heißt es das immer und wird immer genutzt.
  2. Reagiert ihr Pferd nicht, so steigern sie den Druck, indem sie zu dem verbalen Reiz noch einen physischen Reiz hinzufügen. Schnalzen Sie und zählen in Gedanken: 21,22,23. Kommt vom Pferd keine Reaktion so setzen Sie jetzt noch einen physischen Reiz, indem sie mit der Gerte auf den Boden patschen. Sie zählen danach wieder im Gedanken: 21,22,23. Kam bis dahin immer noch keine Reaktion von Ihrem Pferd, wiederholen Sie den physischen Impuls nochmals. Sollte weiterhin keine Reaktion Ihres Pferdes folgen, steigern Sie den Druck nicht weiter, sondern wiederholen das Prozedere von vorne.
  3. Sobald Ihr Pferd eine Reaktion zeigt, auch wenn es noch unzureichend ist, hören Sie sofort auf einen Impuls zu geben. Das ist für Ihr Pferd die größte positive Bestätigung. So weiß Ihr Pferd, was Sie von ihm möchten.
  4. Um das Tempo nun zu steigern, beginnen Sie einfach immer wieder mit den Phasen. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass diese Herausforderung mittelfristig betrachten wird. Es geht nicht darum, dass Ihr Pferd jetzt sofort Höchstleistungen bringt, sondern mittelfristig auf den Punkt sein maximales Potenzial entfaltet. Deshalb genügt es, wenn Ihr Pferd zunächst mit Hilfe der Phasen, das Tempo kurz verstärkt und dann zurückfällt. Sie hören mit den Impulsen auf, sobald das Pferd bereits im Ansatz verstärkt. Erst wenn Ihr Pferd zurückgefallen ist, beginnen Sie mit den Phasen.
  5. Die Leichtigkeit wird nicht durch die Kraft der Impulse erreicht, sondern durch Ihr Timing mit den Impulsen aufzuhören, am besten, wenn Ihr Pferd daran denkt das Richtige zu tun. Jeder Gedanke bekommt vom Körper Ausdruck verliehen, wenn Ihr Pferd also daran denkt mehr Kraft beim Laufen zu entwickeln, wird es der Körper verraten. Sobald Ihr Pferd daran denkt Kraft zu entwickeln, wird sich das Gangbild kurz vor der Verstärkung verändern. Lasse Sie den Impuls nach, wenn Sie das bereits bemerken. Ihr Pferd wird immer feiner auf Sie reagieren und wird sein gesamtes Kraftpotenzial entfalten. Vera F. Birkenbiehl hat da einmal in einem Vortrag zitiert: „Ideen kreieren immer neue Ideen.“

Lassen Sie mit den Phasen der Verstärkung großartige Ideen in Ihrem Pferd entstehen!

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